Im Januar 2007 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit angekündigt, dass zum 1.1.2008 ein mit 70 Mio ¤ geförderter entwicklungspolitischer Freiwilligendienst starten soll. 10.000 Freiwillige sollen innerhalb von 3 Jahren den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst absolviert haben.
Das Konzept wurde am 3. September 2007 veröffentlicht.
Die Einsatzplätze in Übersee sind „entwicklungswichtige Projekte“ der Deutschen Partnerorganisationen. Einsatzbereiche: sind Armutsbekämpfung, Bildung oder Gesundheit. Die Partnerorganisationen in Übersee müssen den ausdrücklichen Bedarf am Einsatz von Freiwilligen angemeldet haben. Die Freiwilligen werden mit 40 Wochenstunden tätig. Grundsätzlich soll der entwicklungspolitische Freiwilligendienst 6 bis 24 zusammenhängende Monate dauern, angestrebt wird eine Regeldauer von 12 bis 18 Monate.Die Freiwilligen erhalten ein umfangreiches begleitendes Bildungsprogramm. Vorgeschrieben ist die Teilnahme an 22 Seminartagen, die für die Orientierungs- u Vorbereitungsphase (12 Tage), einem Zwischenseminar (5 Tage) und einem Seminar nach der Rückkehr (5 Tage) besteht.Das Bundesministerium unterstützt den Einsatz der Freiwilligen mit Zuschüssen. Die Freiwilligen erhalten ein angemessenes Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten. Sie sind gegen Unfall versichert, erhalten eine Haftpflichtversicherung, eine Auslands-Krankenversicherung und eine Rücktransport-Versicherung. Die Freiwilligen werden sich aber auch in geringem Umfang an den Kosten beteiligen müssen. Die Förderung umfasst max 75% der förderungsfähigen Gesamtausgaben: Die Entsendeorganisationen müssen 25 % der Gesamtkosten als Eigenmittel aufbringen. Die Freiwilligen können sich über Förderkreise (keine Pflicht/ Deckelung auf max 100 Euro/Monat!) an der Finanzierung beteiligen.